Wie ist es um die Gastronomie- und Kulturszene (in Unna) bestellt?

Gemeinsam mit Mona Neubaur, unserer Grünen Spitzenkandidatin für den Landtag, bin ich dieser Frage bei einem Besuch im Kühlschiff der Lindenbrauerei, im Zentrum für internationale Lichtkunst und im arthaus.nowodworski nachgegangen. 

Zuerst erfuhren wir in einem interessanten Gespräch mit den verantwortlichen Leitern der Lindenbrauerei (Frank Herzog, Jan-Hendrik Pritzel und Andy Müller) wo der Schuh momentan besonders drückt. Die Herausforderungen für das sozio-kulturelle Zentrum sind vor allem der unsicheren Situation geschuldet. Allein der schlecht zu planende Neustart macht es schwierig Arbeitskräfte zu halten oder neue zu finden. Die lange Zeit der Pandemie hat bei vielen ehemaligen Mitarbeiter*innen für eine Neuorientierung gesorgt. Zudem ist es schwierig neue Angestellte zu finden. Dabei wollen die Gastronomen gern wieder loslegen und sind sich auch ihrer Verantwortung als Gesellschaftliches Bindeglied und als Ort, an dem auch Veranstaltungen für kleinere Zielgruppen stattfinden sollen, bewusst.

Beim anschließenden Besuch des Museums für Lichtkunst standen dann (unter den Masken) die Münder offen. Vielen Dank an John Jaspers für die Führung (FASZINATION LICHT – (DE)KONSTRUKTION – LICHT & RAUM) und die Einblicke in die Planungen des Museums. Die Ausstellung, nur durch Fördermittel überhaupt möglich, lässt einen staunend zurück. Sie zeigt, was möglich ist und welche kulturellen Schätze auch außerhalb der großen Ballungsräume liegen. Weder die Kommune, noch der Kreis können ein solches, mit internationaler Strahlkraft versehenes Museum alleine stemmen. Die Landespolitik ist da in der Pflicht unterstützend zur Seite zu stehen, damit solche kulturellen Highlights als Standortfaktoren weiter bestehen.

Schließlich gab es dann noch einen kurzen Abstecher ins Arthaus:Nowodworski wo das Künstler*innenpaar Frauke und Dietmar Nowodworski ihre kinetischen Objekte zeigten und ihre aktuelle Ausstellung TRANSFORMATION Unna 2031, in der sie ihre künstlerischen Stadtentwicklungsprojekte präsentieren. Mich haben die tollen, grünen (!) Ideen für Unna beeindruckt. 

Die Grünen Forderungen für die Kulturpolitik in NRW:

Unser Ziel ist, dass die NRW-Kulturszene nach der Corona-Krise wieder als Nährboden unserer offenen und vielfältigen Gesellschaft auflebt. 

  • Künstler*innen, Bühnentechniker*innen, Bühnen, etablierte Kunstformen und freie Szene und Kulturvereine brauchen dafür finanzielle Sicherheit. Wir wollen auch Abseits der Ballungsräume eine aktive Kulturszene fördern.

Kultur braucht Platz! 

  • wir unterstützen Kommunen, die eine kulturelle Zwischennutzung leerstehender Gebäude ermöglichen wollen (zB durch Übernahme der Versicherungskosten)
  • wir stärken für eine bessere und verlässliche Kulturförderung die Finanzen der Städte, Gemeinden und Kreise. Denn sie sind wichtige Geldgeber für die Spielstätten und Kultur vor Ort.

Kunst- und Kulturschaffende brauchen unseren Support

  • wir ermöglichen für Kultur- und Veranstaltungsbranche einen Neustart. Zum Beispiel mit größtmöglichen Stundungen für Solo-Selbstständige und Kulturschaffende. 

Das ist Kultur. Das kann nicht weg!

Alles in allem zeigte sich, dass die Situation der Kultur fragil, aber nicht hoffnungslos ist. Ganz im Gegenteil haben viele Akteure die Auszeit genutzt um neue Konzepte zu entwickeln und stehen jetzt in den Startlöchern. Was sie brauchen, sind verlässliche Rahmenbedingungen. Dafür werden wir sorgen.

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