Besuch der DITIB Moschee in Schwerte

Gestern durfte ich die DITIB Moschee „Süleymaniye Camii“ in Schwerte besuchen. Mir ging es bei dem Besuch vor allem darum, dass ich einen echten und ernst gemeinten Austausch mit einer der größten Organisationen in Schwerte starte. Denn ich meine, dass kulturelle Vielfalt ein Gewinn für unsere Gesellschaft ist. Das wird leider noch viel zu wenig genutzt.

Schon seit längerem beschäftige ich mich mit der Frage, wie es gelingen kann, dass mehr Menschen mit Migrationshintergrund in die Kommunalpolitik eingebunden werden. Auf den höheren politischen Ebenen gibt es mittlerweile einige Vorbilder, auf der kommunalen und regionalen Ebene ist das leider oft noch nicht so, z.B. auch nicht im Rat der Stadt Schwerte. Zu echter Beteiligung und Teilhabe gehört aber auch Teilnahme am politischen Betrieb. 

Vielen Dank auch an den Integrationsrat in Schwerte für die Unterstützung bei der Kontaktaufnahme.

Nun zum Besuch: Herr Kalayci war so freundlich,  mich in die Moschee einzuladen und sich mit mir auszutauschen. Nach einer Führung durch die Moschee, bei der ich die verschiedenen Räume und ihre Nutzung erklärt bekam (neben dem Gebetsraum gibt es beispielsweise noch Räume für den Religionsunterricht und für verschiedenste soziale Aktivitäten wie Schüler-Nachhilfe und einen großen Außenbereich für Veranstaltungen und Freizeitgestaltung), gab es die Möglichkeit eines Gesprächs. Mir hat besonders der Einsatz gefallen, mit dem sich um die jungen Gemeindemitglieder gekümmert wird und wie viele Angebote gemacht werden (u.a. Bildungsreisen und verschiedenste Freizeitaktivitäten). Die Integration der Gemeinde in die Nachbarschaft ist ein gutes Beispiel für gelungene Begegnung und gegenseitigen Austausch, der auf Respekt und einem miteinander beruht.

Im anschließenden Gespräch bei einer Tasse Tee habe ich mit Herrn Kalayci über die Möglichkeiten gesprochen, wie mehr Menschen mit Migrationshintergrund und vor allem Kinder und Jugendliche für die Mitarbeit in der Kommunalpolitik begeistert werden können. Da die Moschee politisch neutral ist, sind keine gemeinsamen Veranstaltungen möglich. Über die Wichtigkeit der Teilhabe an der regionalen Politik waren wir uns aber einig. Im Gespräch haben wir zudem festgestellt, dass es an Angeboten in Schwerte für die jungen Bürger*innen mangelt und so der Eindruck entsteht, dass die Politik diese nicht im Blick hat. Davon sind alle betroffen.

Was ich aus dem Termin mitnehme: 

  • Wir müssen die jungen Leute fördern und sie so nachhaltig begeistern 
  • Wir müssen vor allem die Gruppen der Menschen mit Migrationshintergrund als Gesprächspartner auf Augenhöhe wahrnehmen. Nur so entsteht gegenseitiger Respekt als Basis für einen Austausch
  • Es lohnt sich auf die Menschen zuzugehen und nicht zu warten, bis ich angesprochen werde. Ich suche das Gespräch, weil nur im Austausch Gemeinsamkeiten gefunden werden und Wertschätzung ausgedrückt werden kann.

Ich bedanke mich ganz herzlich für die Einladung und das nette Gespräch. Ich komme gern wieder und freue mich auf die gemeinsamen Treffen in der Zukunft. Aufgrund der umfangreichen Aktivitäten der Gemeinde sollte da kein Mangel an Möglichkeiten sein.

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