Unternehmensbesuch in Schwerte bei Solartechnik Tappeser

Wie geht das lokale Handwerk die Energiewende schon jetzt an? Wo liegen Probleme, was kann besser werden? Mit diesen Fragen wollte ich mich bei meinem Besuch der Firma Solartechnik Tappeser am 25. Februar in Schwerte beschäftigen. 

Heraus gekommen ist in einem vierstündigen Gespräch noch viel mehr. Neben Antworten auf die genannten Fragen, durfte ich noch Einblicke in die Firma bekommen und erfahren, dass sogar eigene Ladestellen für E-Fahrzeuge gebaut werden. Ich habe mich mit Herrn Tappeser darüber ausgetauscht, wie Energieautarkie funktionieren kann und warum die politischen Rahmenbedingungen das eigentlich noch gar nicht richtig zulassen. Hier gab es einen Arbeitsauftrag an mich.😀 Wir haben über die aktuellen Herausforderungen für Fachbetriebe gesprochen. Neben dem Fachkräftemangel bedeuten nämlich auch Lieferschwierigkeiten eine zusätzliche planerische Herausforderung. Insbesondere die Abhängigkeit von chinesischen Lieferanten muss immer bedacht werden. Da war Deutschland als führender Solarmodulhersteller früher besser aufgestellt. Zudem stimmen wir in der Einschätzung überein, dass deutliche größere Anstrengungen und Fördermöglichkeiten im Bereich des Mieterstroms gemacht werden müssen, um die Energiewende auch weiterhin sozial verträglich zu gestalten und allen die Möglichkeit zu geben daran teilzunehmen. Auch den Abbau von Bürokratie und die konkreten Beispiele nehme ich gern mit. Mir ist es wichtig vor Ort zu verstehen, wo die Probleme liegen, damit ich mich für Lösungen einsetzen kann. 

Die erfreuliche Nachricht zum Schluss ist aber: Es herrscht eine hohe Nachfrage, die Bürgerinnen und Bürger wollen sich selbst mit Strom versorgen. 

Und zuletzt konnte ich mit Herrn Tappeser auch über die kürzlich erfolgte Abschiebung einer Schwerter Familie sprechen, zu der er auch persönliche Verbindungen hatte. Wir beide sind immer noch entsetzt über die Kaltblütigkeit der Unnaer Verwaltung.

Alles in allem ein toller Termin. Vielen Dank an Herrn Tappeser für seine Zeit. 

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