Unternehmensbesuch bei BioBiene in Fröndenberg

Fast jede*r hat schon einmal im Online-Versand bestellt. Ein paar Tage später kommt dann ein Paket, außen Pappe, häufig mit Klebeband verschlossen, innen Kunststoff. Seien es (Luftpolster-)Folien oder Verpackungschips, der Inhalt ist meist nochmal eingepackt. Die Kunststoffe sind meist erdölbasiert, verschiedene Arten sind miteinander untrennbar verbunden, sie können für nichts anderes eingesetzt werden, sie werden nicht verrotten und recycling ist auch schwierig. Plastikstrohhalme sind bereits ganz selbstverständlich aus unserem Leben verschwunden, Einweggeschirr darf nicht mehr verkauft werden, Plastiktüten werden immer seltener, doch im Versand wird immer noch vielfach auf Kunststoffe gesetzt, es ist ja günstig und die Entsorgung zahlt die Allgemeinheit bzw. sie tauchen irgendwann in Afrika oder Asien oder im Ozean wieder auf.
Wie verpackt man eigentlich ein Paket für den Versand so umweltfreundlich wie möglich? So ungefähr kann man sich die Fragestellung vorstellen, die das Unternehmen @BioBiene aus #fröndenberg jeden Tag beschäftigt. Heraus kommt am Ende „Naturschutz zum anfassen“. Wie das funktioniert, durfte ich mir im persönlichen Gespräch und bei einer Führung durch das Unternehmen ansehen.
Bisher gibt es leider wenig politischen Willen auch im Versandhandel den Plastikanteil der Pakete zu reduzieren, dabei werden verschiedene Lieferanten bereits mit CO2-freiem Versand. Damit ist aber nur der Transport gemeint, nicht die Verpackung. Hier ist noch einiges zu tun und das habe ich auf jeden Fall mitgenommen aus dem Gespräch: Die Technologie ist da. Es gibt plastikfreie Luftpolsterfolien, Klarsichthüllen, Klebebänder, Thermo-Boxen, Verpackungschips und vieles mehr!
Mich hat die Konsequenz begeistert, mit der im Unternehmen Ressourcenschutz gedacht wird. Viele Produkte sind nur aus einem Rohstoff (meist Papier) und können so bedenkenlos recycelt werden. Die vorhandenen Systeme können weitergenutzt werden. Das ist ein toller Weg, wie man mit vorhandenen Mitteln nachhaltigen Umweltschutz betreiben kann. Ich bin beeindruckt, welche tollen mittelständischen Unternehmen hier in der Region ansässig sind, als Technologieführer in ihrer Branche Maßstäbe setzen und daneben auch den sozialen Aspekt von Arbeit nicht vergessen. Die BioBiene ist ein inklusive Betrieb, auch das wird mit großer Konsequenz im Unternehmen gelebt. Ich habe viele tolle Anregungen und Ideen für meine politische Arbeit mitgenommen und hier hat sich wieder deutlich gezeigt, wie wichtig der Austausch mit den Unternehmen ist.

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