Unternehmensbesuch bei KODA in Holzwickede

Was bewegt die Unternehmen im industriellen Mittelstand? Wo liegen Probleme, was sollte besser laufen und was sind Wünsche an die Politik?
Mit diesen Fragen im Kopf habe ich, gemeinsam mit Vertreterinnen der Grünen aus Holzwickede, das Unternehmen KODA besucht, ein mittelständisches Unternehmen aus der Automobilzuliefererbranche. Aufgrund meiner Arbeit in einer IHK habe ich bereits häufiger Kontakt zu mittelständischen Unternehmen und beschäftige mich intensiv mit ihren Problemen, in meinem Austausch jetzt ist aber noch einiges hinzugekommen.
In einem spannenden Gespräch ging es neben der Firmenhistorie auch um die aktuelle Situation und darum, wie das Unternehmen sich zukunftsfest aufstellt und wo Hemmnisse aus der Politik sind. Wieder einmal konnte ich feststellen, warum mittelständische Unternehmen – vor allem am Beispiel KODAs – das Rückgrat unserer wirtschaftlichen Gesellschaft darstellen.

  • Sie sind oft den Forderungen der Politik schon voraus (KODA wird voraussichtlich spätestens 2026 CO2-neutral sein),
  • sie sind wichtig für den sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft (als Ausbildungsbetriebe und als Betriebe, in denen sich die Mitarbeitenden umeinander kümmern),
  • sie sind Technologietreiber (in der Zusammenarbeit mit Hochschulen, um auch am Standort in Deutschland konkurrenzfähig sein zu können),
  • sie setzen sich im sozialen Bereich ein (über Spenden für örtliche Initiativen und in der Flüchtlingshilfe)
  • sie leben schon jetzt erfolgreiche Inklusion,
  • sie packen an, wo in anderen Bereichen noch abgewartet oder abgestimmt werden muss (Investitionen werden auch ohne Förderungen gemacht, wenn sie sinnvoll und Förderwege zu kompliziert sind).

Ich konnte mich mit vielen Punkte aus dem Gespräch identifizieren und habe auch noch neue Sichtweisen mitgenommen. Insgesamt für mich ein gelungener Austausch, aus dem ich viel in meine politische Arbeit einfließen lassen möchte (z.B. wo bürokratische Hürden abgebaut werden sollten).
Die Unternehmensführung war sehr beeindruckend und ich hoffe, weiter im Austausch bleiben zu können. Wieder hat sich für mich gezeigt, welche tollen Unternehmen – nicht immer im unmittelbaren Fokus – in der Region ansässig sind und dass die Politik die Rahmenbedingungen schaffen muss, um ihnen den Rücken frei zu halten und sie sich auf das konzentrieren können, was sie am besten können.

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