Unternehmensbesuch bei K+S-Reisen in Fröndenberg

Dem ÖPNV kommt eine tragende Rolle bei der Verkehrswende zu. Ich möchte, dass in Zukunft mehr Menschen im öffentlichen Nahverkehr unterwegs sind und auf das Auto verzichten können. Das Angebot muss besser und günstiger werden. Aber wie sieht das vor Ort bei den Unternehmen aus? Wie und wo können Busse mit nachhaltigen Antrieben beschafft werden, was kostet das und wo liegen Probleme? Darüber habe ich mich beim Besuch von K+S Reisen in Fröndenberg informiert.
Das Unternehmen fährt im Auftrag der Verkehrsverbünde und der Bahn im Nahverkehr in Fröndenberg und Umgebung. Besonders aufschlussreich war für mich die Einschätzung zur aktuellen Situation der Verfügbarkeit alternativer, nachhaltiger Antriebe bei Bussen, da hängen die Hersteller noch ein gutes Stück hinterher und auch die Infrastruktur muss zügig nachlegen, damit die Unternehmen planen können. Was die Infrastruktur angeht, da ist die Politik – da bin ich – in der Verantwortung die Rahmenbedingungen zu setzen, was die Busse angeht, da müssen die Hersteller in die Pötte kommen. Schließlich müssen bis 2024 40% alternative Antriebe im ÖPNV genutzt werden und Busse mit Diesel oder Hybrid-Antrieb dürfen gar nicht mehr neu zugelassen werden.
Erfahren habe ich aber auch, dass die Bezahlung nach Tarif, eigentlich eine gute Sache für die Mitarbeiter*innen, nicht überall weitergegeben werden kann. Nicht alle Auftraggeber sind auch gewillt die Mehrkosten für die Unternehmen durch tarifliche Lohnerhöhungen auszugleichen, aus meiner Sicht ist das definitiv falsch und da muss sich dringend etwas tun.

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