Gemeinsames Statement zum RS1

Gemeinsam möchten wir, das sind die Grünen Landtagskandidaten im Kreis Unna, Max Ziel, Gerrit Heil und ich uns ausdrücklich zum RS1 bekennen.

Der RS1 ist aus unserer Sicht aus mehreren Gründen das wichtigste und wegweisende Infrastrukturprojekt Nordrhein-Westfalens der nächsten Jahre.

⁃ Der RS1 verbindet das Ruhrgebiet und die Randregionen miteinander

⁃ Er steht für eine neue Form der Mobilität

⁃ Er zeigt, dass nachhaltige Mobilität möglich ist

⁃ Er zeigt, dass das Ruhrgebiet und die angrenzenden Regionen bei der Mobilitätswende voran gehen wollen

⁃ Er bedeutet eine Abkehr vom jahrelangen Mantra der Verkehrspolitik, dass Straßen für Autos und die Logistik gebaut werden

⁃ Erstmals wird ein überregionaler Weg für Alltagsradler*innen und Pendler*innen geplant, nicht für den Freizeitverkehr

⁃ Pendler*innen möchten kurze und direkte Verbindungen zu ihrem Ziel, dies wird mit dem RS1 erstmals für Radfahrer*innen ermöglicht

Umso schlimmer ist, dass die aktuelle Landesregierung nicht mehr Tempo macht. Bisher sind nur wenige Kilometer gebaut und – wie Sie korrekt anmerken – ist für den Kreis Unna der Baubeginn noch Zukunftsmusik. Momentan ist von einer Fertigstellung im Jahr 2032 auszugehen, das ist für uns keine Option. Planung und Bau müssen mit aller Macht beschleunigt werden.

Wir werden uns mit aller Kraft sowohl in der Landespolitik wie auch im Gespräch mit den Kreisen und Kommunen für den RS1 einsetzen. Wir werden bei der Bevölkerung für den RS1 werben und die Vorteile klar kommunizieren, um so die Identifikation mit dem Projekt zu steigern. Wir setzen uns für höhere Investitionen im Radverkehrsnetz und vor allem Planungsunterstützung für die Kommunen ein. Denn: Nur durch Geld allein entstehen keine Radwege, Engpässe bestehen oft bei der Planung, diese wollen wir beseitigen. Durch ein Moratorium für Straßenneubau schaffen wir in den zuständigen Landesplanungsbehörden freie Kapazitäten für die Planung von Radwegen, insbesondere dem RS1. Zudem verändern wir den Fokus der Planungen im Allgemeinen dahin, dass Radfahrer*innen als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer*innen angesehen werden und dementsprechend auch mindestens gleichberechtigt bei zukünftigen Planungen berücksichtigt werden müssen.

Durch mehr Fahrradstellplätze schaffen wir Anreize vom Auto aufs Fahrrad umzusteigen.

Sollten in Teilbereichen des RS1 unsere Standards für Radwege Planung und Bau verzögern, könnte im Einzelfall davon abgewichen werden, um so das vorankommen zu beschleunigen. Denn der RS1 soll zur internationalen Gartenausstellung Ruhr in 2027 Besucher*innen und Anwohner*innen nachhaltige Mobilität im Ballungsraum Ruhrgebiet und den angrenzenden Regionen ermöglichen. Dafür brauchen wir einen Grünen Verkehrsminister in NRW ab dem 15. Mai!

Wir freuen uns auf den Austausch bei der RS1 Sternfahrt zum Drahteselmarkt in Unna und stehen natürlich jetzt, wie auch in Zukunft in den Kommunen oder in Düsseldorf, für den konstruktiven und positiven Austausch in Radverkehrspolitischen Fragestellungen und Anregungen zur Verfügung.

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